Night Dive

, 2021-2025

„… Am Übergang von der ersten zur zweiten Sektion, die sich dem Erfinden von Welt als Konstruktionsmethode widmet, steht die erste künstlerische Intervention von Sandra Schubert. Die Bildstrecke „Night Dive“ verarbeitet Fotografien aus dem Werkkomplex „Sammlung SEE“, einem künstlerischen Bildkatalog, der sich mit dem Meer als Projektionsfläche sowohl von Sehnsüchten als auch von Ängsten befasst. Die Fotografin setzt sich in ihrem Werk maßgeblich mit den visuellen und diskursiven Prägungen dieses Naturraumes auseinander. Gleichzeitig schärft sie mit ihrer komplexen Verzahnung von analogen und digitalen Techniken den Blick für die konstruktiven Voraussetzungen der Abbildung und fragt nach den Möglichkeiten und Grenzen der Fotografie als Medium zur Repräsentation von Wirklichkeit. …“

 

(aus dem Vorwort von Christina Natlacen (Hg.), Reality under Construction. Fotografische und filmische Weltentwürfe sichtbar machen, Salzburg: Fotohof edition 2021)

 

„Die Arbeit NIGHT DIVE zeigt in Fotografien und Rauminstallationen den Blick auf das Meer als einen beherrschten Raum. Modelle von Meerestieren erinnern an Naturkundemuseen, ein Südseestrand erweist sich als Wandtapete. Die zurückgenommenen SW-Aufnahmen wirken sachlich und hintergründig, wie ein Archiv aus etwas unheimlichen Erinnerungen. Sandra Schubert arbeitet vielfältig mit Collagen und SW-Baryt-Handabzügen. Sie verbindet in ihrem Werk digitale und analoge Techniken. Ihre ruhige und intensive Rauminstallation lädt zum Nachdenken über die Beziehung von Mensch, Natur(-wissenschaft) und Fotografie ein.“

 

(Ausstellungstext von Prof. Katharina Bosse, Galerie Elsa, Bielefeld, 2023)

„ … Sandra Schubert’s first artistic intervention marks the transition from the first to the second section, which is dedicated to the invention of the world as a method of construction. The “Night Dive” series uses photographs from the “Sammlung SEE”, an artistic catalogue of images that deals with the sea as a projection surface for both longings and fears. In her work, the photographer deals decisively with the visual and discursive imprints of this natural space. At the same time, with her complex interlocking of analogue and digital techniques, she sharpens the view of the constructive prerequisites of imagery and questions the possibilities and limits of photography as a medium for representing reality. …“

 

(from the foreword of Christina Natlacen (Hg.), Reality under Construction. Fotografische und filmische Weltentwürfe sichtbar machen, Salzburg: Fotohof edition 2021)